Frau 36 single

Leistung macht glücklich, dachte sie immer - bis jetzt. Sie ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als einzige Frau in einer leitenden Position an der Hochschule. Ihre Wohnung ist eher spärlich eingerichtet; die Einbauküche sieht so sauber aus, als wäre sie noch nie benutzt worden. Das Thema Mitte 30 beschäftigt Anna gerade sehr. Denn bisher dachte sie, Leistung mache glücklich.

Doch seit sie in Schmalkalden lebt, spürt sie, dass ein toller Beruf nicht alles ist. Und jetzt will sie so schnell wie möglich wieder weg. In dem Buch "Alles auf jetzt: Einerseits sind Unabhängigkeit und Gleichberechtigung sowohl im Beruf als auch in Beziehungen sehr wichtig für sie. Andererseits hat sie als Single das Gefühl, dass im Privatleben alle an ihr vorbeiziehen - und wünscht sich nun plötzlich einen Mann, der sie in ein fernes Land mitnimmt. Mag sein. Aber Annas Widersprüche sind nicht nur ihre eigenen. Sie zeigen, wie es noch immer - gerade für Frauen - anstrengend sein kann, sich gegen gesellschaftliche Normen zu wehren und den eigenen Weg zu finden.

Ich habe geantwortet, dass ich wegen des Jobs hier bin. Und wieder kam die Frage: Da kommt man doch nicht allein hierher, wo ist denn Ihr Mann? Mein Lebensfokus war immer auf Beruf und Karriere gerichtet.

Warum Frauen ab 30 so schwer „den Richtigen“ finden

Und ich glaube, das macht mich gerade auch so unzufrieden. Denn ich merke, dass diese Struktur, die ich mir aufgebaut habe, so nicht mehr funktioniert. Jetzt langsam begreife ich: Ich bin stolz auf die Doktorarbeit, auf die Forschungspreise, darauf, dass ich zur Frankfurter Buchmesse eingeladen werde.

Aber es macht mich nicht glücklich. Ich dachte immer, ich werde glücklich durch Leistung. Und wenn ich dann beim Auswärtigen Amt arbeiten würde, fänden mich alle toll. Und jetzt mit 35 denke ich, vielleicht ist es das gar nicht. Ich habe zwei Preise gewonnen, habe einen leitenden Posten an der Hochschule, und natürlich reise ich deshalb auch viel. Ich habe viel zu viel auf das geschaut, was andere von mir denken und was die von mir wollen und bisher eben erschreckend wenig darüber nachgedacht, was ich eigentlich will.

Ich habe bis jetzt die Stellenausschreibungen durchgesehen und mir immer gesagt: Ich will mich offenbar nicht damit auseinandersetzen, was ich wirklich will. Ich kann auch jetzt nicht sagen, ob ich ein Kind will. Aber ich denke immer, wenn es passieren soll, dann passiert es. Und ich bin dadurch nicht mehr oder weniger glücklich. Die anderen haben ihre Kinder gekriegt und haben geheiratet und ein Haus gebaut, und ich bin halt an einer anderen Stelle angekommen. Und das war zwischen 25 und 30 noch nicht so extrem, da waren wir alle ähnlich unterwegs: Studium, erster Job, das war bei uns allen Thema.

Aber es ist eben schon mein Wunsch, dass ich einen Partner habe. Ich fühle mich hier manchmal sehr einsam und mache mir Gedanken. Wenn jetzt alle verheiratet sind und Kinder haben, wer bleibt dann noch für mich übrig? Meine Unabhängigkeit ist ganz sicher hinderlich bei der Suche.

Ich will den Typen nicht bewundern. Aber ich glaube, damit kommen viele Männer nicht klar. Ich will auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Wenn ich Männer treffe, haben die alle schon eine Frau, die zu Hause die Kinder hütet, während der Mann durch die Welt tingelt, sich selbst verwirklicht, seinem Beruf nachgeht und abends dann auch noch manchmal nette Kolleginnen ausführt.

Meine Mutter sagt, diesen Mann, der mich auf Augenhöhe trifft und der mein Leben teilt, gibt es nicht. Also ein bisschen muss ich ihr recht geben: Zumindest in Schmalkalden gibt es den nicht. Meine letzte Partnerschaft ist kaputtgegangen, weil er ganz klar gesagt hat: Lass doch du deine Dissertation! Die Dissertation war für ihn nur so eine Zwischenarbeit zwischen Studium und Mutterschaft.

Und da habe ich natürlich gesagt: Ich habe doch auch Wünsche und Träume und bin nicht weniger wichtig als mein Mann, der Professor ist oder eben Ingenieur. So wie ich mich für seine Projekte interessiere, muss er sich auch für meine Projekte interessieren. Ich habe einen Plan. Ich will bis zum Semesterende kündigen und dann raus aus Schmalkalden. Ich habe mich schon beworben, an verschiedenen Stellen. Ich möchte in eine Stadt, in der es Sushi und Kino gibt.


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Noch trenne ich die beiden Welten mehr oder weniger und mache nicht auf neue happy Family. Mein Freund und ich sind uns einig, dass sich das langsam entwickeln soll. Ob wir gemeinsame Kinder haben wollen, wird zur Debatte stehen, wenn die Zeit dafür reif ist. Das war happig. Ich war 35, und in den ersten sechs Monaten stürzte ich mich ins Single-Leben und versuchte, das Positive zu sehen, nämlich, dass ich jetzt wieder über so viel Freiheit verfüge wie früher.

Spätestens an Weihnachten holte mich aber die Wirklichkeit ein, weil ich keinen eigenen funktionierenden Freundeskreis mehr hatte. Beziehungsweise alle um mich herum Familie hatten und an den Feiertagen nicht verfügbar waren. Ich hatte keine Lust, alleine zu sein, und wäre eigentlich schon damals für eine Beziehung bereit gewesen, aber es folgten dann in den nächsten drei Jahren vor allem kurze Affären, die meist zwischen acht und zwölf Wochen dauerten. Gefunden habe ich die Frauen stets via Internet. Das mag zwar etwas unromantisch sein, aber der Arbeitsplatz kommt ja nicht infrage, und in Bars rumzuhängen, war mir irgendwie zu blöd.

Die Frauen, die ich dort traf, waren mir zudem zu jung, ich merkte schnell, dass die mich langweilten. Der Vorteil, wenn man mit 35 wieder Single ist, besteht darin, dass man viel genauer weiss, was man will. Dass man sich bewusst für jemanden entscheidet und nicht, weil es sich gerade so ergibt oder weil man noch Kinder haben möchte und die Zeit drängt. Meine Partnerin, mit der ich jetzt seit 2 Jahren zusammen bin, habe ich ebenfalls via Internet kennen gelernt.

Mann und Frau! Der Grund warum es nicht klappt.

Sie hat zwei Kinder, wir wohnen mittlerweile alle zusammen, und das geht gut. Es ist sogar einfacher als früher, als ich bei ihnen nur am Wochenende zu Gast war, das war immer ein wenig merkwürdig. Probleme entstehen vor allem bei Erziehungsfragen, das ist ein Minenfeld. Ich übernehme zwar gewisse Rollen eines Vaters, bin aber nicht der leibliche Vater, da muss ich mir jeweils gut überlegen, was ich sage und wie ich es sage. Und es ist einfach so: Ich habe die Kinder meiner Partnerin sehr gerne, aber es sind nicht meine eigenen Kinder. Das ist ein Unterschied, und der wird immer da sein.

Wahrscheinlich weil ich selbst so unter derjenigen meiner Eltern gelitten hatte. Drei Jahre lang habe ich gekämpft, dann reichte ich die Scheidung ein. In jenen drei Jahren, von 34 bis 37, fühlte ich mich schrecklich. Als Versagerin, wertlos, unsichtbar. Ich kam mir als Frau mit zwei Kindern vor wie ein Auslaufmodell und dachte: Welcher Mann will sich, wenn er eine Beziehung sucht, gleich mit einer Familie einlassen?

Mein Selbstvertrauen war ziemlich am Boden. Aber dann, nach der Scheidung, bin ich aufgeblüht. Zu meinem grossen Erstaunen fiel es mir aber leichter als je zuvor, Leute, konkret auch Männer, kennen zu lernen. Ich weiss bis heute nicht, woran das lag, aber es war, wie wenn ein Licht in mir angezündet worden wäre, so viel Chancen wie damals hatte ich bei Männern noch nie gehabt. Die Schwierigkeit, in diesem Alter einen neuen Partner zu finden, ist aber, dass viele völlig geschädigt sind und sich nicht mehr auf etwas Festes einlassen wollen.

Frauen über 30 und die Partnersuche

Die haben das eigene Beziehungsdrama, das sie meistens hinter sich haben, überhaupt nicht verdaut, und das steht gewaltig im Weg. Da ich ein Beziehungsmensch bin, war klar, dass ich nicht alleine bleiben wollte. Ich meldete mich bald bei einer Partner-Vermittlungsagentur im Internet an und bin heute mit einem Mann liiert, den ich da kennen gelernt habe und der nun mit mir und meinen zwei Kindern zusammenlebt.

Es war ein Glück, dass er die Dinge sieht wie ich: Er hat bereits zwei Kinder und will keine weiteren, das ist bei mir genauso.

Unglücklich Single: "Ich bin 45, Single und Dating ist deprimierend" | baxogidoxibu.tk

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